Founder Journey – Startup- und Existenzgründungsberatung

Gründerteam bei einem Meeting im Büro: Vier junge Erwachsene besprechen Ideen zur Unternehmensgründung.

Die Gründungsbereitschaft in Deutschland steigt

Mut zur Selbstständigkeit: Warum wieder mehr Menschen gründen – und woran viele scheitern

Mehr Menschen in Deutschland denken über eine Unternehmensgründung nach – auch abseits der Metropolen. Doch zwischen Gründungsidee und erfolgreichem Start liegen zahlreiche Hürden. Eine aktuelle internationale Umfrage zum Gründen in Deutschland zeigt, wo Gründende besonders häufig ins Straucheln geraten.

Gründungsbereitschaft steigt – auch jenseits der Großstädte

Rund zehn Prozent der 18- bis 64-Jährigen haben in den letzten dreieinhalb Jahren ein Unternehmen gegründet oder es zumindest versucht. Zudem sind Unternehmensgründungen heute nicht mehr auf die großen Metropolen beschränkt. Laut Startup Port gewinnen deutschlandweit auch kleinere Standorte für Gründer an Bedeutung.

Der Weg in die Selbstständigkeit wird häufig unterschätzt

Gerade zum Jahreswechsel entscheiden sich viele Menschen für den Schritt in die Selbstständigkeit. Was folgt, ist jedoch oft komplexer als erwartet. Bürokratische Anforderungen, finanzielle Planung und steuerliche Fragen stellen für viele Gründerinnen und Gründer eine größere Herausforderung dar als zunächst angenommen.

Eine internationale Umfrage der Neobank bunq zeigt deutlich: Fast die Hälfte der Befragten würde ihre Gründung rückblickend kritischer abwägen, wenn ihnen die tatsächliche Komplexität vorher bewusst gewesen wäre. Rund 60 Prozent empfinden den Gründungsprozess in Deutschland als schwierig.

Gründerteam bei einem Meeting im Büro: Vier junge Erwachsene besprechen Ideen zur Unternehmensgründung.
Gründen in Deutschland – Gründungsbereitschaft in Deutschland steigt

Existenzgründung: Bürokratie, Liquidität und Steuern als größte Stolpersteine

Besonders häufig werden Gründungsformalitäten unterschätzt. Rund 40 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer waren überrascht vom Umfang rechtlicher und organisatorischer Anforderungen – von Gewerbeanmeldung und Handelsregistereintrag bis hin zu Datenschutz und branchenspezifischen Genehmigungen.

Ebenso kritisch ist die finanzielle Planung. Etwa 40 Prozent der Befragten gaben an, den tatsächlichen Liquiditätsbedarf zu niedrig angesetzt zu haben. Neben Investitionen und Fixkosten geraten laufende Ausgaben, Rücklagen und private Lebenshaltungskosten schnell aus dem Blick. Hinzu kommen steuerliche Vorauszahlungen, die rund ein Viertel der Gründer unerwartet treffen.

Gute Vorbereitung entlastet – fachlich und mental

Die Umfrage zeigt aber auch: Wer strukturiert plant, frühzeitig Unterstützung einbindet und realistisch kalkuliert, kann viele dieser Probleme vermeiden. Eine belastbare Liquiditätsplanung, klare Aufgabenlisten und professionelle Beratung – etwa in Steuer- oder Rechtsfragen – wirken sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch mental entlastend aus.

Trotz aller Hürden berichten rund 70 Prozent der Befragten, dass ihre Gründung ihr Leben positiv beeinflusst hat. Für viele überwiegt am Ende das Gefühl von Selbstbestimmung und Gestaltungsfreiheit.

Zur Datengrundlage

Die Ergebnisse basieren auf einer internationalen Online-Befragung, die im Oktober 2025 vom Marktforschungsinstitut Pollfish durchgeführt wurde. Befragt wurden insgesamt 2.491 Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Niederlanden, Deutschland und Frankreich. Ziel der Erhebung war es, typische Herausforderungen im Gründungsprozess sichtbar zu machen und Unterschiede wie Gemeinsamkeiten im europäischen Kontext herauszuarbeiten.

Auftraggeber der Untersuchung ist die europäische Neobank bunq, die sich seit ihrer Gründung auf digitale Bankdienstleistungen für Privatpersonen und Unternehmen spezialisiert hat. Das Institut arbeitet stark technologiegetrieben und setzt unter anderem auf den Einsatz künstlicher Intelligenz – sowohl in der Kundeninteraktion als auch in internen Prozessen.

Bunq gehört zu den größeren Akteuren im europäischen Neobankenmarkt und hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere auf eine mobile, ortsunabhängige Nutzung von Finanzdienstleistungen konzentriert. Das Unternehmen erhielt als erste neue Bank seit mehreren Jahrzehnten eine europäische Banklizenz und erreichte als eine der wenigen Neobanken in der EU strukturelle Profitabilität. Im Herbst 2025 folgte mit dem Markteintritt in den USA ein weiterer Expansionsschritt.
Weitere Informationen: www.bunq.com