Founder Journey – Startup- und Existenzgründungsberatung

Grafik zu den Impulsnachmittagen 2026 von Singen aktiv im Netzwerk Existenzgründung mit symbolischem Weg in die Selbstständigkeit

Impulsnachmittage 2026: Gründungswissen, Austausch und neue Perspektiven im Hegau

Singen aktiv startet im Februar 2026 mit der bewährten Veranstaltungsreihe.
Neuer Schwerpunkt Franchising

Auch im Jahr 2026 setzt Singen aktiv Standortmarketing e.V. seine erfolgreichen Impulsnachmittage fort. Die kostenfreie Veranstaltungsreihe für Gründungsinteressierte, Existenzgründende und junge Unternehmen startet am Mittwoch, 4. Februar 2026, und findet jeweils am ersten Mittwoch im Monat statt – außer in Ferien und an Feiertagen.
Ziel ist es, fundiertes Orientierungswissen zur Selbstständigkeit zu vermitteln, individuelle Fragen zu klären und den Austausch mit Expertinnen und Experten aus der Praxis zu ermöglichen.

Die Impulsnachmittage sind Teil des Netzwerks Existenzgründung von Singen aktiv, das seit vielen Jahren als niederschwelliges Unterstützungsangebot für angehende Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region etabliert ist. Auch 2026 werden die Veranstaltungen wieder in zwei aufeinander aufbauende Blöcke gegliedert.

Zwei Veranstaltungsblöcke – flexibel kombinierbar

Ab 16:00 Uhr erhalten Teilnehmende eine grundlegende Einführung in den Weg in die Selbstständigkeit: von der persönlichen Eignung über unterschiedliche Gründungsmodelle bis hin zu ersten Planungs- und Förderfragen.
Ab 17:00 Uhr folgt jeweils ein Spezialthema, das von Expertinnen und Experten aus dem Netzwerk Existenzgründung praxisnah vorgestellt wird. Beide Blöcke können unabhängig voneinander besucht werden, der Besuch ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Auftakt im Februar 2026

Der erste Impulsnachmittag 2026 findet am Mittwoch, 4. Februar 2026, statt. Nach der allgemeinen Einführung steht das Thema steuerliche Grundlagen der Existenzgründung im Fokus. Referentin ist Alexandra Geiger vom Finanzamt Singen, die unter anderem erläutert, welche steuerlichen Pflichten auf Gründende zukommen und worin sich gewerbliche und freiberufliche Tätigkeiten unterscheiden.

Termine und Themen der Impulsnachmittage 2026

  • Mi, 04. Februar 2026
    Welche Steuern muss ich bei Existenzgründungen beachten?
    Referentin: Alexandra Geiger, Finanzamt Singen
  • Mi, 04. März 2026
    Was sind die Anforderungen für Finanzierungen und Kreditvergaben?
    Referentin: Laura Schell, Volksbank eG – Die Gestalterbank
  • Mi, 06. Mai 2026
    Wie erstelle ich einen Businessplan? Worauf muss ich achten?
    Referent: Christian Lieb, Greiner || Mletzko Steuerberater
  • Mi, 01. Juli 2026
    Wo bekomme ich das Startkapital für meine Existenzgründung?
    Referentin: Franka Gaiser, Sparkasse Hegau-Bodensee
  • Mi, 07. Oktober 2026
    Wie funktioniert Franchising? Chancen, Voraussetzungen und Systemaufbau
    Referentin: Prof. Veronika Bellone, Bellone Franchise Consulting GmbH
  • Mi, 04. November 2026
    Welche Steuern muss ich bei Existenzgründungen beachten?
    Referentin: Alexandra Geiger, Finanzamt Singen
  • Mi, 02. Dezember 2026
    Wie sichere ich mich als Existenzgründer:in ab? Versicherungen & Vorsorge
    Referenten: Nicolai Unseld & Nicole Kania, Unseld & Kania OHG

Neuer Schwerpunkt 2026: Franchising als Weg in die Selbstständigkeit

2026 rückt erstmals das Thema Franchising in den Fokus. Am 7. Oktober 2026 widmet sich der Impulsnachmittag dieser Gründungsform, die für viele Gründungswillige eine strukturierte und risikoärmere Alternative zur klassischen Neugründung darstellt.

Referentin ist Prof. Veronika Bellone, eine der renommiertesten Franchise-Expertinnen im deutschsprachigen Raum. Sie verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Franchise-Business, berät internationale Unternehmen beim Aufbau von Franchisesystemen und lehrt Franchising an Hochschulen in der Schweiz. In ihrem Vortrag geht es unter anderem um die Frage, für wen Franchising geeignet ist, worauf bei der Auswahl eines Systems zu achten ist und unter welchen Voraussetzungen sich eigene Geschäftskonzepte franchisefähig entwickeln lassen.

Gründerstorys 2025: Drei Beispiele aus der Region

Im Anhang an diesen Text finden Sie drei Gründerstorys aus der Region 2025, die die Vielfalt unternehmerischer Wege zeigen.

  • HumansoverCode (Singen) – Fabian Blum denkt IT-Sicherheit konsequent vom Menschen her. Sein Unternehmen zeigt, wie technisches Know-how, Prävention und Organisationsverständnis zu praxistauglichen Sicherheitskonzepten verschmelzen können.
  • Seeflamme (Steißlingen) – Nadine Baumann verbindet Handwerk, Design und Nachhaltigkeit mit handgegossenen Betonkerzen für den Innen- und Außenbereich. Ihre Geschichte steht für kreatives Unternehmertum und digitale Vermarktung jenseits klassischer Massenprodukte.
  • MYSKILLBRIDGE (Gottmadingen) – Katharina Epp und Leandra Hoffmann unterstützen Unternehmen dabei, Ausbildung strukturiert und zukunftsfähig zu gestalten. Ihr Ansatz verbindet Personalentwicklung, Digitalisierung und Fachkräftesicherung.

Individuelle Beratung: Kostenloses Erstgespräch weiterhin möglich

Das bisherige Steinbeis-Beratungsangebot über den Gründungsgutschein-BW kann 2026 nicht fortgeführt werden. Dennoch bleibt die individuelle Unterstützung ein wichtiger Bestandteil des Netzwerks: Holger Hagenlocher, Existenzgründungsberater und Koordinator „Existenzgründung“ bei Singen aktiv, bietet weiterhin kostenlose Erstgespräche an. Vertiefende Beratungen sind darüber hinaus zu ermäßigten Konditionen möglich und ergänzen die Impulsnachmittage sinnvoll.

Impulsnachmittage 2026: Fünf Kommunen – ein gemeinsames Ziel

Auch 2026 werden die Impulsnachmittage in enger Kooperation der Wirtschaftsförderungen der Stadt Singen, der Stadt Engen sowie der Gemeinden Gottmadingen, Hilzingen und Steißlingen durchgeführt. Gemeinsam verfolgen die Kommunen das Ziel, Gründungsinteressierte frühzeitig zu informieren, Risiken zu minimieren und neue unternehmerische Impulse für den Wirtschaftsraum Hegau zu setzen.

Weitere Informationen &
Anmeldung zu den Impulsnachmittagen

Die Teilnahme an den Impulsnachmittagen ist kostenlos.
Anmeldung per E-Mail an singen-aktiv@singen.de oder telefonisch unter 07731 85 742.

Weitere Informationen unter:
www.singen-aktiv.de/foren-vortraege/impulsnachmittage.html

Hier können Sie sich direkt zu den Impulsnachmittagen anmelden: Anmeldung Impulsnachmittage

Franchising als stabiler Weg in die Selbstständigkeit

Die Sehnsucht nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit wächst. Doch der Sprung in die Selbstständigkeit bleibt ein Wagnis: Finanzierungshürden, mangelnde Branchenerfahrung und hohe Markteintrittsbarrieren stellen Gründerinnen und Gründer vor erhebliche Herausforderungen.

Franchising bietet hier einen vielversprechenden Mittelweg. Das Konzept verbindet unternehmerische Eigenständigkeit mit der Sicherheit erprobter Geschäftsmodelle. Gründende erhalten von Anfang an Zugang zu bewährten Strukturen, professioneller Unterstützung in betriebswirtschaftlichen und marketingstrategischen Fragen sowie einem funktionierenden System, das typische Anlaufrisiken deutlich minimiert. Der kontinuierliche Wissenstransfer innerhalb des Franchisenetzwerks erhöht die Erfolgschancen messbar.

Besonders attraktiv: Franchising richtet sich nicht nur an Erstgründer, sondern ebenso an Berufswechsler oder Quereinsteiger aus anderen Branchen. Das erforderliche Know-how wird strukturiert vermittelt. Die Bandbreite reicht von flexiblen Teilzeitmodellen bis hin zu kapitalintensiven Konzepten mit Wachstumspotenzial durch Mehrfachstandorte.

Angesichts des anhaltenden Gründerbooms entwickelt sich Franchising zur relevanten Alternative klassischer Existenzgründung. Welche Auswahlkriterien bei der Systemwahl entscheidend sind und worauf Interessierte konkret achten sollten, beleuchtet der Impulsnachmittag am Mittwoch, 7. Oktober 2026. Als Referentin konnte Professorin Veronika Bellone gewonnen werden, ausgewiesene Franchise-Spezialistin mit jahrzehntelanger Expertise aus Beratung, Wissenschaft und Praxis.

Social Hacking gegen Cyberangriffe: Singener Unternehmen setzt auf den Faktor Mensch

Fabian Blum hat mit humansovercode in Singen am Hohentwiel ein Unternehmen gegründet, das IT-Sicherheit konsequent vom Menschen her denkt. Sein Ansatz: Nachhaltige Sicherheit entsteht nicht durch Technik allein, sondern durch das Verhalten und Bewusstsein der Anwender.

Erfolgreiche Cyberangriffe richten sich heute primär gegen Menschen, nicht gegen Systeme. Schätzungen zufolge lassen sich 90 bis 95 Prozent der Attacken auf menschliche Faktoren zurückführen, zum Beispiel Unachtsamkeit, fehlende Awareness oder unklare Abläufe.

Blum bezeichnet sich als Social Hacker. Er analysiert systematisch Routinen, Entscheidungsprozesse und Unsicherheiten im digitalen Alltag. Seine Erfahrung zeigt, dass Sicherheitsmaßnahmen häufig nicht an fehlender Technologie scheitern, sondern an Zeitdruck, mangelnder Verständlichkeit oder unklaren Zuständigkeiten.

Der Leitgedanke von humansovercode ist Prävention. Risiken sollen erkannt werden, bevor sie zu konkreten Problemen führen. Blum orientiert sich dabei an Konzepten aus Bevölkerungsschutz und Feuerwehrarbeit, etwa an guter Vorbereitung und der Fähigkeit, im Ernstfall richtig zu handeln. Für Unternehmen bedeutet das, Sicherheitsbewusstsein systematisch aufzubauen und Mitarbeitende aktiv einzubinden.
Das Leistungsspektrum umfasst IT-Projektmanagement, strategische Beratung und die Tätigkeit als externer IT-Sicherheitsbeauftragter. Schwerpunkt sind praxisnahe Awareness-Maßnahmen. Mitarbeitende werden geschult, durch simulierte Angriffe getestet und im Alltag begleitet.

Sicherheit endet für Blum nicht am Bildschirm. Aktuelle Vorfälle in Berlin und Gelsenkirchen zeigen, dass auch physische Sicherheitslücken erhebliche Auswirkungen haben können. Der Schutz von Standorten und Zugängen bleibt daher integraler Bestandteil eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts.

Ausbildung neu gedacht: Gottmadinger Agentur macht Betriebe fit für die Generation Z

MYSKILLBRIDGE ist eine Beratungs- und Entwicklungsagentur für moderne betriebliche Ausbildung mit Sitz in Gottmadingen. Gegründet wurde das Unternehmen von Katharina Epp und Leandra Hoffmann, die ihre langjährige Erfahrung aus Ausbildung, Personalentwicklung und Kommunikation in ein gemeinsames Angebot eingebracht haben.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels unterstützt MYSKILLBRIDGE kleine und mittelständische Unternehmen dabei, Ausbildung strukturiert, nachvollziehbar und zukunftsfähig aufzustellen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Ausbildungsprozesse so gestaltet werden können, dass sie sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den Erwartungen junger Menschen gerecht werden.

Zum Leistungsspektrum gehören die Analyse bestehender Ausbildungsstrukturen, die strategische Weiterentwicklung der Ausbildung sowie Workshops für Auszubildende und Ausbilder/Ausbildungsbeauftragte. Ergänzt wird das Angebot durch eine digitale Lösung zur Ausbildungsplanung und -dokumentation, die den Ausbildungsalltag erstmals übersichtlich strukturiert, Lernfortschritte sichtbar macht und den Ausbildungsalltag organisatorisch erleichtert.

MYSKILLBRIDGE verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz. Ausbildung wird nicht als isolierte Personalmaßnahme verstanden, sondern als Zusammenspiel aus klaren Prozessen, verbindlicher Kommunikation und verantwortungsvoller Begleitung. Ziel ist es, Ausbildungsabbrüche zu reduzieren, Ausbilder zu entlasten und Ausbildung langfristig als zentrales Instrument der Fachkräftesicherung zu etablieren.

Mit diesem Ansatz richtet sich MYSKILLBRIDGE an Betriebe, die Ausbildung bewusst gestalten und als nachhaltige Investition in ihre unternehmerische Zukunft begreifen.

Betonkerzen aus Steißlingen: Manufaktur Seeflamme setzt auf Dauerhaftigkeit statt Wegwerfkultur

Mit Seeflamme ist in Steißlingen eine kleine Manufaktur entstanden, die Funktionalität und Gestaltung auf ungewöhnliche Weise verbindet. Hinter dem Unternehmen steht Nadine Baumann, die handgegossene Betonkerzen entwickelt, die vor allem eines leisten sollen: im Außenbereich dauerhaft Licht und Atmosphäre zu schaffen.

Die Idee ist ebenso schlicht wie wirkungsvoll. Statt kurzlebiger Einmalprodukte setzt Seeflamme auf Kerzen in massiven Betongefäßen, die dank ihres speziellen Dauerdochtes windstabil sind und sich mit Wachsresten immer wieder neu befüllen lassen. Die Flamme ist größer und beständiger als bei klassischen Kerzen und eignet sich damit für Terrasse, Balkon oder Garten ebenso wie für offene Feuerstellen oder dekorative Arrangements im Innenbereich. Die Produkte sind auf Langlebigkeit ausgelegt – Beton als Material trifft auf nachfüllbares Wachs und ein reduziertes, zeitloses Design.

Gefertigt werden die Kerzen in Handarbeit. Jede Seeflamme ist ein Unikat, kleine Unterschiede in Oberfläche und Struktur sind Teil des Konzepts. Angeboten werden verschiedene Größen sowie passendes Nachfüllwachs. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über Online-Plattformen, über die die Produkte inzwischen auch außerhalb der Region Abnehmer finden.

Seeflamme steht exemplarisch für eine Form von kleinem, kreativem Unternehmertum, das Handwerk, Gestaltung und digitale Vermarktung miteinander verbindet. Entstanden ist kein Massenprodukt, sondern ein Objekt, das bewusst auf Dauerhaftigkeit setzt – und auf das Zusammenspiel von Material, Feuer und Atmosphäre. Damit zeigt sich: Auch aus Steißlingen heraus lassen sich Produkte entwickeln, die weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit finden.