Founder Journey – Startup- und Existenzgründungsberatung

Bündnis 90 - Die Grünen

Bündnis 90/Die Grünen

Was planen Bündnis 90/Die Grünen für Startups und Existenzgründungen im Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg?

Im Wahlprogramm der Grünen erkennt man sehr deutlich, dass Gründungspolitik dort kein Randthema ist, sondern Teil einer umfassenden Innovationsstrategie für Baden-Württemberg.

Zunächst zu den Start-ups: Die Grünen wollen das Land klar als führenden Innovations- und Technologiestandort positionieren. Gründungen, Start-ups und Scale-ups sollen künftig ein zentraler Maßstab für wirtschaftlichen Erfolg sein. Besonders im Fokus stehen technologieorientierte Unternehmen – also KI, GreenTech, Biotechnologie, Wasserstoff, Robotik oder Quantentechnologie.

Konkret geplant ist ein landesweiter One-Stop-Shop für Gründungen. Das bedeutet: Beratung, Förderzugang und Anmeldung aus einer Hand – mit dem ambitionierten Ziel, Gründungen perspektivisch innerhalb von 24 Stunden möglich zu machen. Das wäre ein deutlicher Schritt beim Bürokratieabbau.

Auch bei der Finanzierung setzen die Grünen an mehreren Punkten an: Das bestehende „Start-up BW PreSeed“-Programm soll ausgebaut werden, um die Frühphase zu erleichtern. Für wachstumsstarke Unternehmen ist zusätzlich ein Scale-up-Fonds geplant, der Expansion und Internationalisierung unterstützt. Gleichzeitig soll das Land selbst stärker als Ankerkunde auftreten – also jungen Unternehmen durch öffentliche Aufträge den Markteintritt erleichtern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung: Start-ups sollen enger mit Mittelstand, Forschungseinrichtungen und Innovationsplattformen verbunden werden. Der Technologietransfer von Hochschulen in marktfähige Produkte soll beschleunigt werden. Insgesamt ist das eine klar technologie- und wachstumsorientierte Start-up-Politik.

Bei den klassischen Existenzgründungen ist der Ansatz etwas anders gelagert. Hier geht es stärker um die Stärkung des Mittelstands, des Handwerks und um Unternehmensnachfolge. Die Grünen wollen die Meistergründungsprämie verlängern, günstige Kredite für Gründungen und Betriebsübernahmen sichern und Matching-Programme für Unternehmensnachfolgen ausbauen. Ziel ist es, gerade im ländlichen Raum bestehende Betriebe zu erhalten und neue Selbstständigkeit zu fördern.

Zusätzlich soll Bürokratie abgebaut und die Förderlandschaft digitalisiert werden – etwa über eine zentrale Förderdatenbank, die den Zugang zu Programmen erleichtert. Auch die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung wird betont, um mehr Menschen den Weg in die Selbstständigkeit zu eröffnen.

Unterm Strich lässt sich sagen: Die Grünen setzen stark auf technologiegetriebene, innovationsorientierte Start-ups als Motor der wirtschaftlichen Transformation. Klassische Existenzgründungen werden unterstützt, stehen aber strategisch weniger im Zentrum als die wachstumsorientierten Zukunftstechnologien.